14.06.2010
TSG Espelkamp - die Geschichte

 

Sechs Familien aus Espelkamp suchten am Ende der Siebziger Jahre ein sportliches Betätigungsfeld. Tennis, dachten sie sich, wäre doch eine schöne Sache. Das Clubleben im Bezug auf Tennis war in diesen Jahren erst sehr vereinzelt anzutreffen, denn der berühmte „Becker-Boom“ setzte bekanntlich erst Mitte der Achtziger Jahre ein.

An Sportlichkeit und Willen mangelte es nicht, nur ein ideales Gelände für die Hobby-Betätigung fehlte. An der Gaststätte „Zur grünen Lage“ im Ortsteil Isenstedt wurde man fündig. Hier gab es einen Tennisplatz, den die Hobbycracks nutzen konnten. Schnell kam es dann zu einer Vereinsgründung im Jahr 1978, wobei sich 25 Espelkämper fortan als Gründungsmitglieder der „TSG Espelkamp-Isenstedt“ betiteln durften.

Die Entwicklung an der „Grünen Lage“ verlief rasend schnell. 1979 wurde eine Herrenmannschaft ins Leben gerufen, die in der untersten Spielklasse des Kreises ihre Meriten erlangen wollte. Durch Presse und Mundpropaganda fand der junge Verein schnell Zulauf. Auf 65 Mitglieder konnte die TSG 1980 blicken, während man in diesem Jahr mit zwei Herrenteams und einer Damenmannschaft am Spielbetrieb teilnahm.

Die Expansion der Gemeinschaft brachte in Bezug auf die räumlichen Gegebenheiten neue Probleme mit sich. Der eine Platz und der Clubhaus-Bauwagen in Isenstedt waren nicht mehr up-to-date und ein Standortwechsel wurde Pflicht. Mit der Stadt Espelkamp gelang es, einen Standort in Espelkamp zu finden. An der Ratzenburger Straße wurde ein geeignetes Gelände ausgemacht, und schon im September 1981 konnten zwei Rotgrand-Aschen-

plätze eingeweiht werden.

Der Platzbedarf war nun zwar gedeckt, doch das „Clubhaus“ in Espelkamp wurde liebevoll als „Hundehütte“ bezeichnet, was alles über das räumliche Angebot aussagt. Mit der Begrüßung des 100. Mitglieds in der TSG 1983 entschloss man sich, ein neues Clubhaus zu bauen. Die Bau-maßnahmen erstreckten sich über das ganze Jahr 1984, da fast alles in Eigeninitiative erarbeitet wurde. Ein großes Lob gilt hier allen Beteiligten, die ihre Freizeit in harte Arbeitszeit für die TSG umgemünzt haben. Die festliche Einweihung konnte dann im Frühjahr 1985 gefeiert werden.

Weiter ging es voran für den jungen Club in der jungen Stadt Espelkamp. Durch die räumlichen Gegebenheiten an der Ratzenburger Straße und eine gute Vorausplanung, konnte schon im darauf folgenden Jahr 1986 der dritte Platz für den Spielbetrieb freigegeben werden.

Die Anlage war nun komplett und die Rahmenbedingungen für eine aussichtsreiche sportliche Planung waren gegeben. So setzten die TSG Verantwortlichen, unter der Führung des ersten Vorsitzenden Herbert Klingel, schon in diesen Jahren auf die Jugend und stellten dementsprechend die Weichen.

Um die rund 35 Jugendlichen im Jubiläumsjahr 1988 bemühten sich zwei Trainer, zur Verbesserung der Leistung und der Spielstärke.

Überhaupt wurde der 10 Jährige Geburtstag der TSG gebührend gefeiert. Zehn Tage lang liefen Aktivitäten rund um das Clubhaus und die Plätze.

Es wurden Freundschaftsspiele gegen Mannschaften aus dem Umland ausgetragen, Feten gefeiert, und den Abschluss bildete ein Showmatch. Vor rund 100 Zuschauern zeigten zwei Herforder Oberligaspielerinnen ihr Können und betrieben Werbung für den Tennissport. Während dieser Veranstaltungen hatten die Anwesenden Gelegenheit, in der Festschrift der TSG zum 10jährigen Jubiläum zu blättern, die durch Vater Hans Thustek und Sohn Ben entstanden war.

Ein tolles Informations- und Nachschlagewerk mit Texten und Bildern über die Vereinsgeschichte, wofür der Verein den beiden fleißigen TSG-Mitgliedern nicht dankbar genug sein kann.

Nach dem Clubhausbau und der Fertigstellung des dritten Platzes hatte die TSG-Seele zunächst einmal Ruhe, denn nun konnte man sich voll auf Tennis konzentrieren. Zwar wurden im Laufe der Jahre Stimmen laut, die eine Erweiterung der Anlage auf vier Plätze forderten, doch die Kosten dafür hätten den Rahmen gesprengt. So begnügte man sich mit den ausreichenden Gegebenheiten und nahm erst im Jahre 2001 eine nötige Clubhaus-Sanierung mit Erweiterung der Duschräume in Angriff. Ein Kapitel in dieser Festschrift beschäftigt sich damit.

Während der Achtziger Jahre bis hin zur Mitte der Neunziger Jahre plätscherte das Mannschaftsspiel in der TSG so dahin. Die erste Herrenmannschaft spielte mit unterschiedlichem Erfolg, kam aber nie bis über die 1.Kreisklasse hinaus. Die Fieberkurve der Tabellenplätze schwankte von Saison zu Saison, da sich die Mannschaften von Jahr zu Jahr auch unterschiedlich zusammensetzten.

Immerhin konnte die TSG ihre Personalplanung mit eigenen Herren und älter werdendem Nachwuchs bestreiten. Diese Spieler prägten ebenso das Bild bei den Vereinsmeisterschaften der TSG. Diese wurden jedes Jahr sehr gut frequentiert. Alle Vereinsmeister bis Mitte der neunziger Jahre aufzuzählen, wäre an dieser Stelle zuviel, doch die erfolgreichsten in den Einzelwettbewerben bei Herren, Damen und Jugend sollen hier erwähnt werden: Herbert Klingel, Hans-Georg Dahl, Stefan Stanitzek, Andreas Schlüter, Alexander Langenhorst, Peter Snethlage, Burkhardt Steinmann, Edith Markus, Sonja Sasten, Christel Quernheim, Sabine Laroche, Timo Kröger, Jens Markus, Andre Stargardt und Dörthe Thustek.

Bestimmt fehlen noch ein paar Namen, doch wer immer vorne mit dabei war, dem ist im Laufe der Jahre bestimmt genug Anerkennung gezollt worden.

Ab 1995 übernahmen zwei Bielefelder das Training bei der TSG: Ralf Diekmann und Achim Berkemeier. Über den Studienkontakt zum Ex-Trainer Volker Wenzel hatten die beiden den Weg nach Espelkamp gefunden und teilten sich das Jugend- und Erwachsenentraining. Diese Kombination brachte Schwung in die Mannschaften und das Training, so dass sich schon bald die ersten Erfolge einstellten. So stieg die erste Herrenmannschaft schnell in die erste Kreisklasse auf und machte auch dort von sich reden. Ebenfalls wurde zwei Jahre später ein Damenteam gegründet, da die ursprüngliche Mannschaft schon rund acht Jahre nicht mehr aktiv war. Die Damen schafften ebenfalls den Schritt in die erste Kreisklasse, womit die TSG zum ersten Mal zwei Teams in der ersten 1. Kreisklasse hatte.

Die sportliche Entwicklung nahm seinen Lauf und durch einige zusätzliche Verstärkungen nahm die Leistungsdichte zu. Ende der Neunziger Jahre und Anfang des neuen Jahrtausends stellte die TSG vier Mannschaften in der ersten Kreisklasse: Herren, Damen, Herren 40 und Herren 50.

2001 gelang der ersten Herrenmannschaft mit Martin Rämmal, Achim Berkemeier, Oliver Grau, Jens-Peter Wörmann, Ralf Diekmann und Andreas Schlüter sogar der Sprung in die Bezirksklasse, aus der man im folgenden Jahr leider wieder unglücklich absteigen musste. Dieser Fehler wurde jedoch im Jubiläumsjahr korrigiert.

Bei den Vereinsmeisterschaften ab Mitte der neunziger Jahre waren bei den Herren und Damen folgende TSG-Spieler/Innen im Einzel am erfolgreichsten: Achim Berkemeier, Andreas Schlüter, Oliver Grau, Jens-Peter Wörmann, Vera Hehmann und Nicole Babilon. Im Jugendbereich bestimmten Oliver Grau, Dennis Sasten, Christopher Sander, Jörn Sültrup, Julia Vieker, Ann-Christin Sander, Ann-Christin Bajohr und Alona Reimer das Geschehen bei den Vereinsmeisterschaften.

An dieser Stelle, zum Abschluss des Historienabrisses der Festschrift, muss der Blick auch auf das Ehrenamt gerichtet werden. Seit der Gründung engagierten sich unzählige Vereinsmitglieder in allen Ämtern, die ein Verein ausschreiben muss, damit er überhaupt das Prädikat Verein tragen darf.

Gerade der Vorstand eines Vereins prägt die Geschehnisse rund um den Platz und die Aktivitäten darüber hinaus. Die übrigen Mitglieder füllen diese Vorstellungen und Visionen mit Leben. Wer einmal Vorstandsarbeit geleistet hat, der weiß, wovon gesprochen wird.

In einem kleineren Verein, wie es unsere TSG ist, müssen im Laufe der Jahre fast alle Mitglieder einmal in die Pflicht genommen werden und sei es auch für wenig ruhmheischende Posten, wie Kassenprüfer oder Schriftwart. Allen gilt unser Dank für ihre uneigennützigen Dienste. So trugen sich Herbert Klingel, Hans-Georg Dahl und Udo Sasten als 1.Vorsitzende in die Analen ein. Den zweiten Vorsitz hatten Detlef Laroche, Helmut Hoekmann und Hardy Krüger inne. Als erster oder zweiter Sportwart fungierten Horst Markus, Hans Georg Dahl, Matthias Stargardt, Andreas Sültrup, Andreas Schlüter und Achim Berkemeier. KurtAlbers, Jens Schreiner, Karl-Hermann Stargardt und Arno Franzsack kümmerten sich um die Finanzen. Als Platzwart verbrachten Gerhard Busemann, Norbert Latzel, Hardy Krüger und Ulrich Hedrich manche Stunde auf der Anlage. Die Jugend freute sich über den Einsatz von Matthias Stargardt, Andre Stargardt, Andreas Schlüter, Hermann Peper, Günter Sander, Oliver Grau und Susanne Nierhaus.